Nummer: 23/2001
Datum: 15.12.2001


OV-Abend im Dezember

Es ist wieder so weit, der Dezember-OV-Abend steht vor der Tür, und zwar wie immer am Dienstag, den 18.12.2002 um 19:30 Uhr im Baldhamer Hof. Und es gibt dieses mal wieder einen Vortrag von Niels, DG2MIM mit dem Thema:
 "Was man aus Streifenleitern alles tolles bauen kann"
Es sollen Koppler, Filter, Leistungsteiler und Antennenstrukturen behandelt werden. Das Ganze ist nur bedingt wissenschaftlich aufbereitet, vielmehr soll der praktische Zugang zur Thematik für den Amateur gefördert werden.
Dies wird sicher ein Schmankerl und alle Mitglieder und Freunde des OVs sind recht herzlich eingeladen!

PLC mit Ende!
"... E.ON stoppt Powerline-Entwicklung Die erst Anfang 2000 gegründete Oneline AG, Tochter des Energieversorgers E.ON, hat überraschend ihre Aktivitäten bei der Entwicklung der Powerline-Communications-Technik, der Datenübertragung über Stromleitungen eingestellt. Auch der Geschäftsbetrieb werde nicht mehr weitergeführt, melde das Unternehmen auf seiner Website. Das Magdeburger Unternehmen warf das Handtuch "insbesondere vor dem Hintergrund der durch den Gesetzgeber vorgegebenen Regelungen für die Emission elektromagnetischer Strahlungen". Oneline beklagt, dass die "sehr niedrigen Grenzwerte" und "insbesondere die beabsichtigte Sperrung bestimmter Sonderfrequenzen weitere Entwicklungszeit von wohl zwei Jahren erfordert hätten, bis die derzeit vorliegende Forschungsarbeit zu einer marktreifen Powerline-Lösung für schnellen Internet-Zugang gediehen wäre. Auch sei das ökonomische Risiko nicht tragbar, da das Preisniveau für Highspeed-Internet deutlich gesunken sei. Oneline sieht anscheinend gegenüber der seit längerem schon vermarkteten ADSL-Technik, die auf herkömmlichen Telefonleitungen aufsetzt, keine Chancen und ist nun sogar "überzeugt", dass das ursprünglich angestrebte Geschäftsmodell auf absehbare Zeit nicht zu verwirklichen sei. (Info über DG6TOM)

Einsamer CW-OP wirft total frustiert Rig auf den Müll
Diese Meldung ist noch rein fiktiv, könnte aber am 1.1.2002 harte Realität werden. Hier noch einmal zur Erinnerung der Bericht von Peter, DL8MFJ:
Ich fühlte mich auf 70cm ziemlich einsam auf dem Band; dabei ging es mir aber immer noch viel besser als DL3OCH/p, der eine Stunde lang vergebens CQ gerufen und danach frustriert eingepackt hat. Liebe YLs/OMs, der ursprüngliche Sinn eines Contests ist die Bandbelebung. Im Gegensatz zu Contesten auf Kurzwelle, wo die Bänder weiß Gott schon belebt genug sind, entspricht ein CW-Contest auf UKW noch diesem ursprünglichen Gedanken - das macht dort nämlich fast niemand, und das ist wirklich schade.
Also Freunde, bitte laßt es nicht so weit kommen, rettet das Rig von Peter  und MACHT MIT!
01. Januar 2002
VHF 16 bis 19 Uhr UTC
UHF 19 bis 21 Uhr UTC
Die Ausschreibung steht hier:
  http://www.agcw.de/agcw-con/agcw-dl0.html


Abgabefrist für Selbsterklärungen wird verschoben
 Die Verordnung zur Änderung der Amateurfunkverordnung, in der das Datum zur Abgabe der Selbsterklärungen vom 31. Dezember 2001 auf den 31. Dezember 2002 geändert werden soll, ist noch nicht offiziell in Kraft getreten. Dazu bedarf es des formellen Gesetzgebungsaktes.
Funkamateure, für welche die Frist zur Abgabe der Selbsterklärungen laut Amateurfunkgesetz gilt, können davon ausgehen, dass die Abgabefrist tatsächlich verschoben wird und die Änderung der Amateurfunkverordnung noch in diesem Jahr erfolgt. So informierte das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie den RTA. (DARC)

Auf 136 kHz von ZL nach W
Am 1. Dezember wurde ein Signal aus Neuseeland auf 137,7898 kHz (man beachte die Genauigkeit der Frequenzangabe) in den USA aufgenommen und damit der bisherige Streckenrekord von 5736 km (Kanada-Niederlande) eingestellt. Die neuseeländische Clubstation ZL6QH mit Bob, ZL2CA, als Op, sendete in langsamer Telegrafie eine ganze Nacht lang immer wieder das Zeichen "Q". Die Zeichenlänge betrug 120 s. Viele europäische Stationen und Stationen aus Kanada und den USA beteiligten sich an den Tests.
In Europa wurden von dem Signal von ZL6QH allenfalls Spuren auf dem Bildschirm entdeckt, ohne jedoch eindeutig Morsesignale identifizieren zu können. Kurz zuvor war die erste Transatlantiküberquerung auf dem 73-kHz-Langwellenband geglückt. W4DEX konnte auf seiner Computeraufzeichnung auf der vereinbarten Frequenz die Buchstabenfolge QQQQQ aufnehmen. Die berechnete Entfernung betrug 13 633 km. Es sieht also so aus, als ob der Ausbreitungsweg der Langwelle auf 136 kHz nicht wesentlich schlechter ist als der auf 184 kHz; ZL6QH wurde auf dieser Frequenz vor einiger Zeit schon in Kanada aufgenommen.
Obwohl die Leistung von ZL6QH mit ca. 4 W ERP (in Europa ist 1 W ERP erlaubt) deutlich über der Leistung eines durchschnittlichen Langwellenamateurs liegt, muss man sich klar machen, dass diese Leistung immer noch etwa 50...60 dB unterhalb der Leistung eines typischen kommerziellen Langwellensenders oder eines Rundfunksenders auf Langwelle liegt.  Der nächste DX-Test von ZL6QH ist für den 15. Dezember angekündigt. (DARC)


Mit Funkensender QRV
The sound of a spark transmitter was heard once again on an amateur band to mark the centennial of Guglielmo Marconi's first transatlantic radio success. It was 100 years ago, on December 12, 1901, that Marconi--at his receiving station in Newfoundland--copied the three dits of the Morse letter ''S'' transmitted from 2000 miles away in Cornwall, England. An Amateur Radio on the International Space Station (ARISS) contact with students in Newfoundland also was successfully completed. David Wilson, VE3BBN, near Niagara Falls, Ontario, built a low-power rotary spark transmitter and had permission from Industry Canada to use it December 12 from 9 to 10 PM Eastern Time (0200-0300 December 13 UTC). The operating frequency was approximately 3550 kHz. Wilson says the transmitter has a bandwidth of 20 kHz, and AM mode reception with a wide IF bandwidth works best. He transmitted ''MARCONI S'' every minute during the one-hour period. ''This is a very low-powered transmitter with 10 W spread over 20 kHz (3-dB points) and having very broad skirts,'' he said. He said the spark signal is highly unlikely to interfere with normal amateur operations, but a test signal was copied at distances of at least 250 km (approximately 155 miles). Wilson used an 80-meter Windom antenna. VE3BBN invites signal reports via e-mail, David Wilson, VE3BBN, david@computan.on.ca .

(ARRL)